EVA 2025
A collaboration between human vision and non-human reinterpretation —until the machine refused to see.

Makroaufnahme

Makroaufnahme

Makroaufnahme

Makroaufnahme

KI-Videoanalyse
—until the machine refused to see, Nici Jost, 2025, 4’14

Farbanalyse:
Gemessene Farbwerte
von Eva Aepplis
textilen Figuren
aus «Les Cinq Roses»


Zwei textile Figuren aus
«Les Cinq Roses»
Eva Aeppli, 1969-1971
Material: Seide, Kapok, Watte, Seidengarn gestickt, Chorhemden, Seidenrosen, Metallstäbe je 180 cm hoch (stehend)
Privatbesitz
© für abgebildetes Werk von Eva Aeppli, Susanne Gyger, Luzern
EVA
In ihrer Werkgruppe EVA untersucht Nici Jost die Beziehung zwischen menschlicher Wahrnehmung und maschineller Bildgenerierung. Ausgangspunkte sind eine Farbanalyse sowie unscharfe Makroaufnahmen von Eva Aepplis textilen Figuren aus Les Cinq Roses.
Mithilfe von Farbmesstechnologie identifizierte die Künstlerin zwei Rosa-Töne – White Pink und Rococo Pink – aus ihrem Pink Colour System. Diese nutzt sie als Ausgangspunkt für eine visuelle Untersuchung von Körperlichkeit, Fragilität und kultureller Codierung. In einem KI-gestützten Videoprozess wird das ursprüngliche fotografische Material transformiert. Die künstliche Intelligenz antwortet, interpretiert und lehnt ab. So wird die KI im Verlauf des Projekts nicht nur zum Werkzeug, sondern zur aktiven Instanz, die filtert, reguliert und zensiert.
Die Videoarbeit, kombiniert mit fotografischen Fragmenten und Textzitaten, öffnet einen vielschichtigen Reflexionsraum über Sichtbarkeit, Kontrolle und Grenzen kollektiver Bildproduktion. EVA ist ein poetisches und kritisches Porträt des Verhältnisses von Mensch und Maschine – und ein stiller Dialog mit der künstlerischen Haltung Eva Aepplis.
DANKE!
Eva Bigler, Kunsthaus Zofingen
Eva Luginbühl